Impressionen aus der Kita Obereschenbach

Weltretterkids sind mit der Wärmebildkamera Kältebrücken auf der Spur

BN besucht Kindertagesstätten und Privathäuser

 

Gespannt lauschen die Kleinen der Kindertagesstätte St. Georg in Obereschenbach, was Leo Übelacker zu sagen hat. Kindgerecht erklärt er anhand von Pudelmütze und Handschuhen, wie man auch sein Haus warm halten kann. Dann lässt er die Kleinen Hände auf Fenster, Wand und mitgebrachtes Dämmmaterial legen. Davon macht er Messungen mit der Wärmebildkamera. Auf dem Gruppenbild der Infrarotkamera gibt es viele rote Wangen mit blauen Nasen zu sehen. Spielerisch erkennen die Kleinen, auf was man achten sollte, um die Umwelt zu schonen. Fenster kurz komplett öffnen statt kippen, laufen statt Autofahren und vieles mehr. „Deine Kamera macht wirklich tolle Fotos,“ fasst Helena die Meinung der anderen Kindern zusammen.

Bei einem kurzen Gang durchs Gebäude überprüft Übelacker mit der Kita-Leiterin Elke Franz die vermuteten Schwachstellen. Am Fenster in der Toilette fehlen wahrscheinlich nur neue Dichtlippen. Bei der Eingangstür ist die Sachlage schon komplexer, ob Austausch oder Aufrüstung sollte vom Fachmann geklärt werden. „Wir haben einen hohen Heizölverbrauch und suchen dringend nach Einsparmöglichkeiten,“ freut sich Franz über das Engagement und die Hilfe des BN-Arbeitskreises Energie.

 

Üebelacker ist einer von 10 Ehrenamtlichen vom Bund Naturschutz, die sich der Aufklärung zum Energiesparen verschrieben haben. Der BN-Arbeitskreis Energie setzt schon seit 2009 erfolgreich Infrarotkameras für Untersuchungen in Privathaushalten ein, um Schwachpunkte in der Isolierung aufzustöbern. Über 1000 Haushalte wurden so schon untersucht. Nun bietet der Bund Naturschutz über sein Projekt Weltretterkids allen Kindergärten des Landkreises an, sich übers Energiesparen zu informieren. Mit dieser Aktion will der BN Kinder und ihre Eltern stärker dafür sensibilisieren, dass man noch viel Energie im Haus einsparen und damit zum Klimaschutz beitragen kann. Die Kameraleute haben auch LED-Lampen dabei, die sie probehalber montieren können. Der geringe Verbrauch und die lange Lebensdauer der LEDs macht einen Kauf schon innerhalb zweier Jahren sinnvoll. Und wenn der Verdacht besteht, dass die Kühltruhe oder der Kühlschrank besonders viel Strom verbraucht, kann dies mit einem Messgerät überprüft werden.

Wer sein Privathaus noch mit der Wärmebildkamera gegen eine geringe Spende durchchecken lassen will oder einen Besuch in einer Kita möchte, sollte sich umgehend anmelden. Denn Untersuchungen können nur in der kalten Jahreszeit stattfinden.

Anmeldungen nimmt der Arbeitskreis über http://www.bad-kissingen.bund-naturschutz.de, Telefon: 0971/7853442, mail: bn-badkissingen@gmx.de entgegen.