Impressionen aus dem Kindergarten St. Josef Wildflecken

Als wir die kleinen Raupenbabys bekamen, waren die Kinder begeistert und schauten am Tag mehrmals in die "Raupenwohnung" (haben die Kinder zu den Behältern gesagt).
Leider haben unsere Kinder die Raupen nach 4 Tagen für eine Woche nicht mehr erlebt, da sich die erste Pfingstferienwoche anschloss.
Ich habe die Raupen mit nach Hause genommen und dachte, die Kinder werden in dieser Woche nicht viel verpassen- vielleicht eine Häutung.
Ich wurde eines besseren belehrt. Die Raupen häuteten sich in dieser Woche 3 mal und sind jetz schon im Raupenstadium L4. Ich habe aber alles genau dokumentiert, so dass sich die Kinder und Eltern an einer Ausstellungstafel wenigstens per Fotos und Ausstellungsstücke (Häutungsteilchen, Menge und Größe des Kots in einem Tag...) informieren konnten.
Ich selbst wurde in den Pfinsgtferien zu einer richtigen Raupenmama, die noch vor dem eigenen Frühstück die 11 Raupen versorgte, sogar spät am Abend bei Dunkelheit und Regen zum Kirschbaum fuhr, um neue Blätter zu holen usw. Ich bin stolz, dass sich alle 11 Raupen gut entwickeln. Zwei Raupen waren bei der Häutung immer einen Tag hintendran.
Bei der zweiten Häutung war ich sehr erschrocken, da diese schon nach 2 Tagen der ersten Häutung stattfand. Ich dachte, alle Raupen sind tot. Nach einem Anruf bei Christina Martin wurde ich beruhigt, als ich erfuhr, dass ihre Raupen sich auch schon wieder auf eine Häutung vorbereiten. So war es dann auch.
Fast wehmütig aber auch begeistert über die Entwicklung und neugierig über das Staunen der Kinder nahm ich die schon sehr groß gewordenen Raupen dann nach der ersten Pfingstferienwoche mit in den Kindergarten.
Trotz der verpassten Entwicklung der ersten Woche zeigten die Kinder nach wie vor großes Interesse. Wir schauten uns gemeinsam die Fotos und Ausstellungsteilchen an, ich erklärte den Entwicklungsverlauf, wir gaben den Raupen jetzt Namen (Pauli, Kiro, Findus, Nimmersatt, Ursula, Lisa...) Sie sind in jedem Morgenkreis dabei und werden auch während des Freispiels immer wieder  angeschaut. Die Kinder rufen begeistert die anderen herbei, wenn eine Raupe frisst oder am "Wohnungsrand" hinaufklettert. Die Kinder schauen fasziniert zu, wenn die "Wohnung" gesäubert und neue Blätter hineingelegt werden. Immer wieder stehen Eltern und Kinder an der Pinwand und schauen sich die kleine "Ausstellung" an.
Auch die anderen Gruppen, die die Raupen erst nach der Ferienwoche in Pflege nahmen, sind inzwischen vollauf begeistert von der Entwicklung und der Aufzucht der Raupen.
Jetzt hoffe ich, dass die letzte Häutung von den Kindern erlebt werden kann und diese nicht am Fronleichnamstag oder am kommenden Wochenende stattfindet, was ich aber fast vermute. 
 
Viele Grüße Susanne Raab aus dem Kindergarten St. Josef in Wildflecken